21.5.12 - Ab mit alten Zöpfen

Wer kennt nicht "Thomas D.", einer der vier fantastischen schwäbischen Rapper, der sich seine neue Heimat auf einem Hof in der Eifel eingerichtet hat? Er hat, als er sich künstlerisch nur um sich kümmerte, von seinem Wunsch nach einem ganz anderen Beruf gesungen. "Ich schwöre, ich wär' so gerne Frisör" sang er, und gestand, "dann wünsch ich mir, kein Künstler zu sein, der auf der Bühne leidet, sondern ein ganz normaler Mensch, der Haare schneidet!" Als Thomas Dürr hatte er seinerzeit eine Ausbildung zum Frisör gemacht, ob er der Mann mit dem fehlenden Haupthaar tatsächlich das Mikrofon noch einmal mit Kamm & Schere tauschen wird, bleibt offen. Für mich persönlich wäre der Job des Coiffeur nichts - Strähnchen machen, färben, waschen und legen bereiteten mir keine Schwierigkeit, doch mit dem Kappen von langen Haaren hätte ich ein großes Problem.

18.5.12 - Geschichten, Geschichten, Geschichten.

Am Vatertag erhielt ich von Axel, einem regelmäßigen Leser dieser Zeilen eine mahnende Mail. "Lieber Andreas", begann er, "ich verfolge deinen Lunchletter mit wachsender Aufmerksamkeit. Er gehört für mich mittlerweile dazu wie der erste Kaffee im Büro und der Wochenspiegel. Aber, ehrlich gesagt, ist Fußball für mich, der ich damals aus der E3 wegen unsportlichen Verhaltens rausflog, gegessen. Das kann doch jeder Heini mit 'ner Blechdose auf dem Schulhof. Ich bin im Gespräch mit den Sendern, dass diese Volkskrankheit aus den Öffentlich Rechtlichen verschwindet. Doch jetzt DU. Seit Tagen langweilst du mit deinen Fußballnachrichten. Deine Fahrradtörns gehen ja noch. Aber wen interessiert es, ob der alte Verräter Rehagel sich noch bewegen kann?

16.5.12 - Wiebke, Maria und das Gemetzel

Es ist wahrlich nicht mehr feierlich, was uns Tief "Wiebke" alles beschert: Kaltluft samt Regen und böigem Wind - sogar mit Schneefall ab 900 Meter ist zu rechnen. So meldet es auf jeden Fall der "Deutsche Wetterdienst", und der Wettergott des ZDF versucht diese Nachricht witzig zu verpacken - Ben Wettervogel jedoch gelingt dies mitnichten. Die Jungs und Mädchen vom ZDF-Morgenmagazin senden bekanntlich aus Berlin und sind wahrscheinlich noch geschockt ob des Abstiegs ihrer Hertha in die 2. Liga. Ja, das Team von Alt-Trainer-Gott Otto Rehagel hat es nicht geschafft, die Düsseldorfer Fortuna zu besiegen und muss sich in der kommenden Saison mit dem FC auseinandersetzen. Vielleicht aber spielen die Herthaner noch die juristische Karte, hatten doch während des Spieles zunächst die Berliner Fans Feuerwerksraketen auf das Feld geschossen und zwei Minuten vor Schluss dann die Düsseldorfer Fans die Spielfläche gestürmt.

15.5.12 - Ottos Zahlenspiele

"Wenn Düsseldorf aufsteigt, verbrenne ich mich auf dem Neumarkt" - diese nicht ganz ernst gemeinte Drohung erhielt ich nach dem 2:1 Auswärtssieg der Fortuna aus Düsseldorf im Hauptstadtstadion bei der "alten Dame" Hertha. Passend zur desolaten Situation in Berlin präsentiert sich zurzeit der in die Jahre gekommene Trainer Otto "Rehakles" Rehagel. Mit Wehmut denke ich an seine Erfolge zurück, als er im griechischen Fußballverband aufräumte und mit der Mannschaft den EM-Titel einheimste, oder mit Kaiserslautern aus der 2. Liga aufstiegt und im Durchmarsch die Meisterschale erkämpfte. Doch scheint es in diesen Tagen so, als habe er sein aktuelles Team aufgegeben und leite gleichzeitig schon mal seine Karriere nach dem Fußball ein: als Mathematiklehrer.

14.5.12 - Im Bild mit Gerd Krebber

Meine Mutter wird neidisch sein, wenn sie mich auf einem Foto mit Gerd Krebber sieht. Erstens ist sie ein großer Fan des Restaurant-Checkers, zweitens ist sie nun nicht mehr das einzige Familienmitglied im Bild mit dem Promi und drittens wird sie sauer sein, dass sie die Einladung zum "Sing bar Sing"-Konzertes in der Comedia abgelehnt hat. "Liebe Mama, such' Dir bitte eines der kommenden Konzerte aus - dann gehen wir beide dahin! Versprochen!" Die Band spielte gestern zum dritten Mal auf der großen Bühne in der Comedia - und jedes Mal wird es ein bisschen besser. Sie präsentierten neben ihren Klassikern einige neue deutsche Schlager - wie immer ganz besonders arrangiert - und erstmals selbst "gebastelte" Lieder. Gikas Liebeserklärung "Bermudadreieck", hatte für CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen wahrlich eine ganz andere Bedeutung.

11.5.12 - Reeperbahn am Dom

Liebe "Lunchletteristen", liebe FC-Fans, liebes "Rotkäppchen" - jetzt ist es raus. Wir wissen endlich, wer in der kommenden Saison den Jungs des FC Beine machen und diese wieder in die erste Liga führt. Es handelt sich nicht um Mike Büskens, den ehemaligen Schalke-Spieler und erfolgreichen Trainer. Nein, Holger Stanislawski wird seine Zelte in der Domstadt aufschlagen und das schwierige Amt antreten. Der Mann kann mit jungen Spieler umgehen, hat bewiesen, dass er eine Mannschaft ins Fußball-Oberhaus führen kann und lebt von seinem positiven Image. Immerhin hat er seine Wurzeln auf St. Pauli, dort auch seine sportlichen Sporen verdient und mit Sicherheit auch auf ewig sein Herz verloren. Ich freue mich schon, wenn die Geißböcke heute beim ersten Training nicht nur einen Ferien-Trainingsplan, sondern auch noch den Liedtext des neuen Vereinsliedes erhalten.

10.5.12 - Supersonntag

Freunde, am kommenden Sonntag müsst Ihr an zwei wichtige Dinge denken. Zum einen freut sich Eure Mutter über eine Aufmerksamkeit. Ganz egal, wer auch immer diesen Ehrentag erkoren hat - Mama erwartet einen Anruf, eine Grußbotschaft und/oder einen Besuch. "Mutter, ich würde Dich sehr gerne besuchen, aber leider muss ich wählen gehen", kommt sehr mies. Die Mama erkennt schnell, dass Du Dich um die Pflicht drücken willst. Sie wird Dich fragen, warum Du keine Briefwahl beantragt hast oder nicht noch schnell heute oder morgen Deine Kreuze direkt im Bezirksamt machst. Apropos Kreuze: Wisst Ihr schon, wo Ihr Euer NRW-Kreuz macht? Ich habe gehört, dass sich über ein Drittel der Wähler erst zwei Tage vor der Wahl entscheidet. Wenn Ihr politisch korrekt denkt, auf jeden Fall wählen geht, aber noch nicht wisst, für welche Partei Euer Herz schlägt, gibt es zwei Möglichkeiten.

9.5.12 - Kurzweiliges Filmvergnügen

Es ist nun schon ein paar Tage her, als wir in unseren Redaktionsräumen eine Installation von Carsten Bäumer zum Thema "Facebook-Freunde" ausgestellt und die Eröffnung gefeiert haben. Vor dem Abend selbst war ich wahnsinnig aufgeregt, denn ich wusste wahrlich nicht, wie sich die Veranstaltung entwickeln würde. Im Vorfeld haben wir alles dafür getan, dass es ein richtiges Event werden würde: die Jungs von Böll Bier und von 12 Grad mit ins Boot geholt und Metzger Hennes überzeugt, am Abend selbst die Gäste mit seinem besten Braten zu beglücken. Die Kollegen von Eyecatcher haben eine Videoeinladung produziert und im Schweiße unseres Angesichts haben Bürokollege Sascha Schiffbauer und ich "Klarschiff" im Büro gemacht.

8.5.12 - Zitronenkuchen

"Heute kann es regnen, stürmen oder schnei'n", singt Rolf Zuckowski mit seinen Freunden, "denn Du strahlst ja selber wie der Sonnenschein". Zu meinem 20. Geburtstag wurde für mich dieses Lied zum ersten Mal gesungen, und weil die Feiergemeinde mehr als entzückt von den Reimen war, wurde der Song mit Unterstützung des Gitarrenspielers Elmar F. ("Danke!") die ganze Nacht über mit neuen, meist grausigen Reimen weiter gesungen. Das Gute ist, dass ich seitdem den Text intus habe und sehr, sehr gerne und von Herzen bei (fast) jeder sich bietenden Geburtstagsfeierlichkeit singe. Ich bin sicher, dass der Großteil der Newsletter-Leser das Lied kennt, nicht aber die Version dieser jungen, Gitarre spielenden Sängerin, "Wie schön, dass Du geboren bist".

7.5.12 - Alles Gute kommt...

... von oben, besagt ein altes, wahrscheinlich kirchlich geprägtes Sprichwort. Das Gute war am Samstag der Dauerregen, den die Natur zwar dringend benötigt, um sich prächtig zu entwickeln - eine Radtour durch die Eifel sollte man an einem solchen Tag nicht planen. Sollte, hätte, Fahrradkette - der Konzeptsportwart Bernd setzte sich durch, so dass wir tatsächlich dem samstäglichen Sportvergnügen nachgingen. Der Wirt des Landgasthauses Pfahl in Wershofen wurde fernmündlich über unsere Mittagseinkehr informiert, hatte Mitleid, schmiss rechtzeitig die Sauna an, in der wir uns aufwärmen konnten, und die nassen Radklamotten in den Trockner. An einem solchen Tag organisiert man eigentlich auch keine Open-Air-Veranstaltung. Doch Organisator Cornel Wachter war immer optimistisch und verwandelte mit vielen, vielen Helfern den Severinskirchplatz in ein Freilichtkino, in dem zu Ehren der verstorbenen Schauspielerin Trude Herr das Erfolgsstück "Scheidung auf Kölsch" gezeigt wurde.