Auf geht´s- Im Baui steigt ´ne Fete!
An diesem Samstag präsentiert uns der Hochschulradiosender Kölncampus seine Partyreihe Sendungsbewusstsein. Die seit 8 Jahren in der Musikszene etablierte Veranstaltung hat sich in diesem Jahr, wider jeden Wetterfrusts, vorgenommen nicht nur eine Party auf die Beine zu stellen, sondern gleich ein ganzes Festival. Das heisst wir kommen nicht nur in den Genuss einer tanzbaren Nachtveranstaltung, sondern können gleich am Morgen mit dem Feiern beginnen.
Um 14 Uhr öffnen sich die Pforten des Bauis und Kölncampus bittet herein. Der fantasievolle Spielplatz der Baui-Kids wird in vollen Zügen genutzt. Von Akustik-Jam am Nachmittag, bis zur Saxofon-Effekt-Spielerei, gibt es musikalisch einiges zu lauschen. Durchweg werden Dj´s das Fest mit ihren Klängen untermalen. Auch für den kleinen Hunger zwischendurch ist gesorgt. Würstchen werden auf den Grill geschmissen und fernöstliche Spezialitäten serviert. Gut gesättigt, kann man dann basteln, spielen und malen oder sich einfach in die Sonne fletzen. Die Wetterprognosen sind gut, und das Team freut sich, dass sich die lange Vorbereitungsarbeit dem Ende zu neigt und das Fest endlich vor der Tür steht.
Im Gewölbe selbst wird es eine kleine Vernissage geben, mit dem Titel: „Kunstbesuch: bewusst Sein- die Hörbilder“. Dort stellen drei junge Nachwuchskünstler (Roman Roitman, Clohe und Philipp Grunwald) aus: Fotografie, Illustration und Street Art. Alles unter dem Motto: „Was uns was zu sagen hat, sollte auch gehört werden“.
Geht die Sonne dann unter, gehen die Gemüter auf. Ab 21 Uhr ist Einlass und die Konzerte beginnen. Aufgewärmt von Don Melo, fetzt der erste Liveauftritt vom Projektgummizelle durch die Hallen. Die deutschsprachigen Hip Hop'er haben sich mittlerweile einen Namen gemacht und sich was besonderes einfallen lassen, um das Kölner Publikum aufzumischen. Ab 23 Uhr Maat und Marek und um Mitternacht, frisch vom Hip-Hop-Kemp in Tschechien: Retrogott HulkHoden.
Sind die Konzerte vorbei, hat das Fest noch lang nicht sein Ende gefunden. Die Veranstallter bittem zum Tanz bis zum Morgengrauen. Zuerst Bassliebe (Dub Step/ Drum n Bass, Bootycal (Bass/ House): Mitch (KI) haut die Leute dann mit seinen elekronischen Beats noch mal richtig raus.
Das ganze Festival spiegelt die Kölncampus- typische Musikfarbe wider. Nicht Mainstream, sondern einfach was gut ist.
Tagsüber kostet der Spass nichts und Abends dann einen kleinen Obolus von 8 €. Getränke den ganzen Tag 2 €. Da kann man nicht mekkern.
Mehr Infos findet ihr hier: www.facebook.com/event.php?eid=161415227259732
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Kommentare
Baui - Tanz bis zum Morgen-Grauen
So, letzte Nacht war es wieder soweit: "Die Veranstalter bitten um Tanz bis zum Morgengrauen", wobei Morgen-Grauen das richtige Wort ist.
Seit das Baui seine Eingangstüre nach vorne, Richtung Straße, verlegt hat, ist der Krach bei Veranstaltungen (die ja am Wochenende regelhaft stattfinden) unermäßlich viel stärker geworden. Es ist Sommer, die Türen stehen auf, die Fenster sind gekippt, und alles lärmt nach draußen. Wir reden nicht von den "üblichen" Beats bei Privatpartys bis 1 Uhr, das ist ja südstadtmäßig-ok, sondern von tollen Abenden wie dem "Sendungsbewußtsein" gestern, bei dem - O-Ton Artikel, wie zynisch - "Mitch die Leute mit seinen elektronischen Beats noch mal richtig raushaut".
Wir Anwohner Titusstraße/Oberländer Wall sind auch Südstädter, selbstverständlich tolerant, feiern auch gerne, haben auch selbst im Baui schon gefeiert, aber da wurde ab 1-2 Uhr aufgepaßt, daß kein Krach nach draußen dringt.
Jetzt bleiben wir immer wieder, wie gestern, bis nachts um halb fünf, fünf (!!) hellwach, "der Veranstalter nimmt einen kleinen Obolus von 8 Euro, da kann man nicht meckern" - doch die Techno-Bässe wummern durch die warme Nacht, so laut, daß man darüber nachdenkt, doch mal eben bei der Polizei anzurufen. - Wir haben es natürlich wieder nicht getan, aber bald bekomme ich Magengeschwüre...
Bauifeten
Ich kann Deinen Unmut sehr gut verstehen, rücksichtsloses Verhalten ärgert auch mich maßlos. Meiner Erfahrung nach wird aber auf den Parties im Baui nach wie vor darauf geachtet, dass kein Lärm nach außen dringt, außen wird gar die Dezibelbelastung in Abständen gemessen. Neben diesen Parties gibt es aber reichlich "wilde" Parties im Park und am Rhein, die die Südstadt ärgerlich laut beschallen. Das ist nicht immer der Baui, auch wenn's so klingt. Es kam schon vor, dass wegen unzumutbar lauter Technomusik die Polizei gerufen wurde und daraufhin die Besatzung von mehreren Streifenwagen in die Reden einer überraschten Hochzeitsfeier platzten.
Am vergangen Samstag fand im Rosengarten offenbar eine großzügig beschallte Parallelparty statt, die zurückgelassenen Müllberge konnte man noch am Wochenanfang bewundern.
Extrem ärgerlich, wie ich finde und sicher auch nichts, dem man Toleranz entgegenbringen muss. Der Baui aber hat sie meiner Ansicht nach sehr wohl verdient.