Principessa - Simone Hertwig
Wer in der Südstadt was für den großen Auftritt sucht, der ist bei der Principessa der Südstadt, Simone Hertwig genau richtig. Große Roben, feine Stoffe, Glitzer, Glam und Haute Couture, das ist die Welt in die man eintaucht, betritt man das Modeatelier PRINCIPESSA an der Eiche Ecke Severinskloster. Seit 25 Jahren designt die Kölnerin Simone Hertwig exklusive Damenmode, allerdings erst seit fünf Jahren für Privatkunden in ihrem Ladenatelier. Hochwertig ging es bei ihr indes immer schon zu - im großen Stil versteht sich. Von 1988 bis 2000 designt Simone Hertwig neben wenigen Ausgewählten für die begehrten ersten zehn Seiten des exklusiven Versand-Kataloges „Elégance“ von Quelle und lässt ihre Entwürfe produzieren, erst in Deutschland, später dann in Griechenland und Polen. In dieser Zeit kommen Frauen in ganz Europa in den Genuss, den die Frauen in der Südstadt noch heute haben: hochwertige Stoffe aus Italien, perfekte Passformen und modischer Chic sind das Markenzeichen von Simone Hertwig.
Schon während ihrer Ausbildungszeit in Paris und Nagold, wo sie ihren textilen Betriebswirt in der Kaderschmiede des deutschen Textileinzelhandels macht, entwickelt sie ein Faible für hochwertige Stoffe und Farben und nach der Ausbildung im textilen Einzelhandel im Kaufhof und der Verkaufsleitung bei einer deutschen Designerin, kann sie, als sie sich 1986 dann endlich selbständig macht, diesen dann auch voll und ganz ausleben. Ihr erstes Atelier bezieht Simone Hertwig in der zweiten Etage eines Wohnhauses in der Merowinger Straße. Der Name „Principessa“ ist ihr Weihnachtsgeschenk zur Selbständigkeit. Ihre extravagante italienische Tante, eine echte principessa aus Florenz, die ihre Nichte für begnadet hielt, gibt ihr den Namen und legt ihr gleich das passende Briefpapier unter den Baum. Der Flair einer glitzernden Adelswelt umweht bis heute Simone Hertwigs Entwürfe, ihre Stoffe und perfekten Schnitte. „Wenn ich was konnte, dann immer nur gut.“ Wenn Simone Hertwig zurückblickt, wird ihr bewusst, dass die schon immer die Teuerste war, weil sie nie gespart hat an Material und Aufwand. Und weil sie schon immer genau wusste, was sie will, hat sie früh damit begonnen, Stoffe selbst zu entwerfen und anfertigen zu lassen. Und nicht nur Stoffe, die genaue Vorstellung von Knöpfen, Schnallen und Schließen ließ ihr auch hier keine Wahl: selbst produzieren, statt auf dem Markt befindliche Massenware kaufen, damit macht die Modedesignerin jedes ihrer Stücke zu einem besonderen Hingucker.
Im Ferkulum, in ihrem zweiten Atelier in den Räumlichkeiten des heutigen „Apfelbäumchens“, empfängt sie dann erste Kunden und hat durch Messeauftritte auf der damals weltgrößten Modemesse DEGO nach nur vier Jahren Selbstständigkeit, das Angebot, neben ein paar wenigen, sehr guten Designern, exklusiv für das Quelle-Versand-Label „Elegance“ Modelle zu kreieren. Mit ihrem Händchen für das Exklusive und ihrem Gespür für die Mode der kommenden Saison, setzt sie Trends, werden ihre Modelle zu Topsellern und die gemeinsame Arbeit mit dem Hause Quelle eine fünfzehnjährige Erfolgsgeschichte.
In dieser Zeit lernt sie das Geschäft mit der Mode kennen, ist in den Stoffhochburgen Como und Paris zu Hause, produziert 5000 bis 6000 Teile pro Monat und hat so bis heute noch über 1200 Stoffe auf Lager und in ihrem Atelier An der Eiche, in das sie 1990 umzieht, als das Atelier Im Ferkulum aus allen Nähten platzt. Sie lässt nur hochwertig produzieren und gilt bald in Paris als die „Queen of Bouclé“, dem Stoff, der es Simone Hertwig zu verdanken hat, dass nicht allein die kaufkräftige Chanel- Kundschaft sich an ihm erfreut. Simone Hertwig bringt ihn in immer wieder neuen Varianten auf die Katalogseiten und hält ihn damit zeitlos.
Mitte der Neunziger erlebt sie, neben ihrer Erfahrung der hochwertigen europäischen Produktion, die Welt der Massenproduktion. Für den Großkunden „One Touch“ aus der CBR-Group, zu der unter anderem auch die Marken „Cecil“ und Street 1“ gehören, entwirft sie Ketten und lässt diese in Indien und Asien produzieren. Diese Zusammenarbeit beendet die auf Qualität und Nachhaltigkeit bedachte Unternehmerin 2004 aus ethischen und moralischen Gründen. Gleichzeitig wird auch der Markt der europäischen Katalogproduktion härter, Preise werden gedrückt zu gleichbleibenden Produktionskosten und so verlässt Simone Hertwig 2006 ganz bewusst den großen Modezirkus um sich, ganz nach ihren Maßstäben, in kleinem Stil, aber mit großem Knowhow, von da an um Privatkunden zu kümmern. Drei Jahre zuvor hat sie ihr Atelier schon für Kundinnen geöffnet, mit deren Empfehlungen baut sie seit dem ihr Geschäft aus, das sich heute einer zufriedenen Stammkundschaft erfreut, und so werden neben ihnen Bräute, die das Besondere für ihren großen Tag suchen und deren Gefolge, Kundinnen, die mit dem Zeitungsschnipsel aus der Gala das Kleid von Kate Winslet für ihren großen Auftritt wünschen und Damen, die spontan für eine schicke Abendveranstaltung das richtige Outfit suchen, bei Simone Hertwig Frauenträume war. Für Letztere hat sie einige ausgewählte Modelle von Barbara Schwarzer im Verkauf, außerdem gibt es bei ihr feinen Strick und Shirts von 81 Hours, alles Andere sind Stücke ihrer eigenen Kollektionen, die sie als Muster ausstellt und auf Wunsch maßanfertigt.
Ob im großen Stil oder individuell angefertigt, Simone Hertwig ist und bleibt die Spezialistin für Kleider. Das hat auch die „Frau TV“-Moderatorin Lisa Ortgies feststellen dürfen, als sie in das Ladenatelier kommt und „was schickes zum Anziehen“ sucht. Mit Profiblick greift Simone Hertwig zum perfekten Kleid für den, wie diese selbst findet, „absoluten Hosentyp“ Ortgies. Aus diesem persönlichen Erlebnis heraus, sehen Millionen Frauen wenig später im WDR auf „Frau-TV“ den Bericht „Das perfekte Kleid“ von Simone Hertwig, die sich nach Ausstrahlung der Sendung vor Anfragen nicht retten kann. Die Kundinnen kommen aus Hamburg, um sich PRINCIPESSAS Kleider schneidern zu lassen. Na wie gut, dass wir nur um die Ecke müssen...!
Öffnungszeiten
Montag - Freitag 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Samstag 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr
und nach Vereinbarung
Kathrin Rindfleisch
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