Fahrradambulanz - die mobile Kölner Fahrradwerkstatt
Die Bremse versagt? Der Reifen geplatzt? Das Rücklicht defekt?! Egal, wo man sich im Kölner Stadtgebiet oder auch in den angrenzenden Orten befindet: hat man ein Problem mit seinem Fahrrad, ruft man die Fahrradambulanz, und Hermann Lenert ist zur Stelle! Als Zweiradmechaniker der mobilen Art hilft er da, wo es nötig ist. Und das ist es nun mal gerne während einer Radtour, weit entfernt von der nächsten Werkstatt oder aber nach Ladenschluss. Für Hermann Lenert spielt das alles keine Rolle, gegen eine Anfahrtsgebühr, die je nach Stadtteilzone zwischen 6 und 9 Euro liegt, setzt er sich auf seine eigens gebaute Werkstatt auf zwei Rädern, kommt, sieht und behebt.
Und das zu völlig vernünftigen Preisen. So kostet das Aufziehen einer neuen Kette 7 Euro, das Wechseln der Pedale 4 Euro und ein neuer Bremszug samt Montage 8 Euro. Viele Probleme lassen sich gleich an Ort und Stelle beheben, andere brauchen bestimmte Materialen, Zeit und Muße und darum hat der Fahrrad-"Pfleger" Lenert neben der mobile Ambulanz einen festen "Behandlungsraum" bei uns in der Südstadt. Die kleine Werkstatt verbirgt sich drei Tage die Woche hinter einer Graffiti besprühten Rollade in dem ehemals besetzten Haus Im Ferkulum 15, um dann jeden Dienstag und Donnerstag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr für kranke Zweiradfälle zu öffnen.
Und wir Südstädter haben Glück: wir kriegen eine Behandlung zu guten Preisen und sparen uns auch noch die Anfahrtskosten! Und behandelt wird fundiert: der gebürtige Bielefelder ist gelernter Schlosser mit ewiger Leidenschaft zum Fahrrad. Aus dem hobbymäßigen Schrauber und Rahmenbauer, den schon immer Ungewöhnliches reizte, wurde über die Jahre ein erfahrener Fahrradmechaniker, der
sich in Bielefeld als Spezialrahmenbauer einen Namen gemacht hat. So hat er Sondermodelle für Rennräder gebaut, Räder für Rehazwecke und Gefährte, die spezielle körperliche Behinderungen berücksichtigen. Diese Arbeit und weitere zehn Jahre in einem Bielefelder Fahrradladen waren dann die beste Voraussetzung für einen Start in der Fahrradambulanz in Köln. Seit zwei Jahren erradelt sich Hermann Lenert nun Köln, repariert, hält in Schuss, ärgert sich über schlechte Fahrradwege und freut sich über einen Schnack mit Kölnern, die ihm mittlerweile ans Herz gewachsen sind.
Eine Sache allerdings kann er nicht verstehen: wie wir Kölner unsere Räder behandeln. Am liebsten haben die meisten olle Drahtesel, bei denen ein Verlust nicht schmerzt. Denn auch das ist eine traurige Kölner Wahrheit: genauso viel, wie sie in der Stadt gefahren werden, werden die Räder hier geklaut. Und so ist jeder gebrannte Fahrradfahrer einfach froh, voranzukommen, Pflege und Qualität stehen an zweiter Stelle. Mit der Klauproblematik muss sich auch wohl oder übel Hermann Lenert befassen. Er nimmt Räder in Zahlung und da will manch ein Rad nicht unbedingt zum Verkäufer passen. DemOstwestfalen ist eine seriöse Arbeitsweise sehr wichtig und so hat er den Kontakt zur Polizei gesucht, um dem Problem aktiv entgegen zu wirken. In Sachen Fahrradfreundliche Stadt unterstützt er außerdem den ADFC, den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub.
Als rollende Werkstatt auf Kölns Straßen erlebt er eben so einiges…
Kathrin RindfleischBranche / Kategorie
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Super Bilder!vor 1 Woche 1 Tag
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Wahre Wortevor 2 Wochen 22 Stunden































































































